Cover von Die Hohepriesterin

Feder und Tinte

Die Hohepriesterin

Songtext

Songtext

Hörst du das Flüstern hinter der Welt?
Dort wo kein Name mehr irgendetwas hält
Dort sitz ich zwischen den Schleiern aus Zeit
Mit Augen voll Dunkel und Unendlichkeit

Schwarzer Lotus auf silbernem See
Visionen aus Rauch ziehen langsam vorbei
Die Kerzen verneigen sich lautlos im Kreis
Ich trinke Visionen schwarzgolden und weiß

Ich lese die Zeichen im Fall einer Feder
Erkenne die Wahrheit im Blick eines Jägers
Kein Tempel aus Gold und kein Thron aus Kristall
Mein Reich liegt verborgen im Herzschlag des Alls

Ich bin die stille Stimme zwischen den Sternen
Wo verlorene Seelen sich Erinnern lernen
Mit Händen aus Nacht und Gedanken aus Licht
Öffne ich Türen doch zwinge sie nicht

Hekate singt an den Rändern der Nacht
Während Isis im Schweigen die Sterne bewacht
Freya trägt Feuer verborgen im Schnee
Und Lilith tanzt lautlos durch schwarze Alleen

Die Runen erwachen im Atem des Winds
Als würden die Welten sich heimlich erinnernd
Ich spreche mit Raben in uraltem Klang
Ihr Echo zieht Kreise seit Anbeginn an

Die Welt ist ein Spiegel aus Wasser und Zeit
Und alles Verborgene wird irgendwann frei
Wenn der Schleier sich hebt und die Schatten vergehen
Wirst auch du das Unsichtbare endlich verstehen

Tief unter Worten schläft ewige Glut
Verborgen im Schmerz und verborgen im Mut
Denn Weisheit entsteht nicht im gleißenden Licht
Sie wächst in der Nacht wo die Seele zerbricht

Ich trage die Stille wie Sterne im Blut
Verwoben mit Sehnsucht und uralter Glut
Der Kosmos pulsiert durch die Knochen aus Zeit
Ein schwarzer Ozean
Voll Ewigkeit

Ich bin die stille Stimme unter dem Mond
Wo uraltes Wissen im Schweigen wohnt
Die Welt ist ein Spiegel aus Wasser und Zeit
Und alles Verborgene wird irgendwann frei

Ich bin die stille Stimme zwischen den Sternen
Wo verlorene Seelen sich Erinnern lernen
Und wenn deine Schatten sich endlich ergeben
Hörst du das Flüstern
Im Ursprung des Lebens
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