Hörst du das Flüstern hinter der Welt? Dort wo kein Name mehr irgendetwas hält Dort sitz ich zwischen den Schleiern aus Zeit Mit Augen voll Dunkel und Unendlichkeit Schwarzer Lotus auf silbernem See Visionen aus Rauch ziehen langsam vorbei Die Kerzen verneigen sich lautlos im Kreis Ich trinke Visionen schwarzgolden und weiß Ich lese die Zeichen im Fall einer Feder Erkenne die Wahrheit im Blick eines Jägers Kein Tempel aus Gold und kein Thron aus Kristall Mein Reich liegt verborgen im Herzschlag des Alls Ich bin die stille Stimme zwischen den Sternen Wo verlorene Seelen sich Erinnern lernen Mit Händen aus Nacht und Gedanken aus Licht Öffne ich Türen doch zwinge sie nicht Hekate singt an den Rändern der Nacht Während Isis im Schweigen die Sterne bewacht Freya trägt Feuer verborgen im Schnee Und Lilith tanzt lautlos durch schwarze Alleen Die Runen erwachen im Atem des Winds Als würden die Welten sich heimlich erinnernd Ich spreche mit Raben in uraltem Klang Ihr Echo zieht Kreise seit Anbeginn an Die Welt ist ein Spiegel aus Wasser und Zeit Und alles Verborgene wird irgendwann frei Wenn der Schleier sich hebt und die Schatten vergehen Wirst auch du das Unsichtbare endlich verstehen Tief unter Worten schläft ewige Glut Verborgen im Schmerz und verborgen im Mut Denn Weisheit entsteht nicht im gleißenden Licht Sie wächst in der Nacht wo die Seele zerbricht Ich trage die Stille wie Sterne im Blut Verwoben mit Sehnsucht und uralter Glut Der Kosmos pulsiert durch die Knochen aus Zeit Ein schwarzer Ozean Voll Ewigkeit Ich bin die stille Stimme unter dem Mond Wo uraltes Wissen im Schweigen wohnt Die Welt ist ein Spiegel aus Wasser und Zeit Und alles Verborgene wird irgendwann frei Ich bin die stille Stimme zwischen den Sternen Wo verlorene Seelen sich Erinnern lernen Und wenn deine Schatten sich endlich ergeben Hörst du das Flüstern Im Ursprung des Lebens